|
So, nun habe ich etwas Zeit gefunden, einen Bericht von unserem
Internationalen-West-Offroad-Tag zu verfassen.
Nachdem die Organisatoren, Karlipe, DanyNico und Frank1965 zusammen mit
dem ORC-Grenzland als Gastgeber, beschlossen hatten, diesen am
01.11.2003 stattfinden zu lassen, wurden die Ziele gesteckt.
Es sollte ein Event sein, wo in erster Linie der Spaßfaktor Vorrang
haben sollte. Keine Materialschlacht, sondern einfach mal austesten, was
geht, als so ziemlich unerfahrener Offroad Laie mit dem Sori im Gelände.
Sprich, das Auto mal kennen lernen und Vertrauen zu Ihm finden.
Als aktive Teilnehmer hatten sich gemeldet:
Karlipe
DanyNico
Schmusi
xurf4xs (Ferry, der Internationale)
und Frank1965
Als Anwesende, Beistehende (Mutzusprecher) oder auch Fotoreporter waren
dabei:
Westen09
MarcMueller
Holger Denker-Gosch
DerBerger
Jos und Mercedes mit Ihrem Sori-Van aus Holland.
Also insgesamt waren wir mit 10 Sorentos auf dem Gelände vertreten.
Nachdem es bei uns im Westen die ganze Woche geregnet hatte, waren die
Vorraussetzungen, unsere Soris nicht so zu versauen, schon mal
vergessen.
Wir haben uns also am 01.11.2003 in Geilenkirchen um 9.00 Uhr
verabredet.
Als morgens der Wecker ging und ich nach draußen schaute, glaubte ich
meinen Augen nicht zu trauen, es war tatsächlich zwischen den ganzen
Wolken die Sonne zu sehen, und nun zitiere ich mal den MarcMueller der
morgens nach dem Aufstehen meinte: „Es muss wohl ein Sorento-Treffen
heute stattfinden.“
Der Wettergott hat es anscheinend gut mit uns gemeint, denn den ganzen
Tag lachte die Sonne zwischen den ganzen Wolken. Es ging zwar ein böiger
Wind, aber die ersten Regentropfen kamen erst abends, als wir in der
Halle des ORC`s standen, bei der Siegerehrung.
Also wie gesagt, wir trafen uns um 9.00Uhr in der Grube und holten
unsere Startnummern und die Bewertungsbögen ab. Und nun hieß es: Ab ins
Gelände!!!
Die Aufgabenstellung war folgende: Es waren 8 Wertungen zu fahren, alle
abgesteckt und betreut durch die Mitglieder des ORC-Grenzland. Pro
Wertung waren zwischen 8 und 15 Tore zu durchfahren, die mittels
Holzstangen mit darauf aufliegenden Bällen abgesteckt waren. Der Abstand
zwischen den Toren betrug 2,20m!
Für das herunterwerfen der Bälle, das Umfahren der Stangen und
mehrmaliges Zurücksetzten als die erlaubten 2mal, nicht durchfahrende
Tore und das Zerreißen der Flatterbandabsperrung der gesamten Wertung
gab es Strafpunkte zwischen 8 bis 80 . Für das Nichtanschnallen oder für
nicht gefahrene Wertungen gab es die Höchststrafpunktanzahl von 900
Punkten. Also, insgesamt wäre der Nagativrekord an Punkten 7200 Punkte.
Soweit zum Reglement.
Nachdem wir an der ersten Wertung angekommen waren, und uns die Aufgabe
angeschaut hatten, stand für mich eigentlich schon fest, ohne mich. Denn
es war ein Sandkasten auf 100qm Größe mit den entsprechenden
Höhenunterschieden.
Karl war der Erste, der sich traute und nach fachkundlicher Einweisung
des anwesenden Streckenpostens trat er seine Reise an. Hut ab!!!
Nachdem er alle Tore durchfahren oder auch umfahren hatte, hatte er noch
eine Steilauffahrt von, ich schätze mal, 3m Höhenunterschied im tiefsten
Sand zu bewältigen um die Wertung zu beenden.
An diesen kleinen Hang hatten sich vorher schon die eingefleischten
Suzuki SJ oder LJ-Fahrer mit Ihren nicht für den Straßenverkehr
zugelassenen Vehikeln versucht und sind dort auch teilweise gescheitert
oder dort spektakulär hinaufgekommen. Karl musste es jedoch versuchen,
und ich wollte Ihm natürlich mit Rat und Tat zur Seite stehen. Er
versuchte es mehrmals dort hinauf zu kommen, ohne Erfolg und schmiss
jedes Mal mehrere Kubikmeter Sand mit seinen durchdrehenden Reifen durch
die Gegend. Vorsichtshalber stand ich jedes Mal etwas abseits, jedoch
bei seinem letzten Versuch hat dieser Gauner als er fast oben war, sein
verdammtes Lenkrad nach rechts verrissen und da kam dann die schon in
anderen Postings zitierte Sanddusche für mich. Ich kann nur sagen, es
ist schon ein super Gefühl, von den Haaren angefangen bis zu den Füssen
mit leicht feuchtem Sand beschmissen zu werden. Am späten Abend beim
Essen schmeckte ich zwischen dem Steak immer noch Sand aus
Geilenkirchen.
Soweit die Geschichte zu der Sanddusche und Gott sei Dank hatte keiner
seine Kamera bereit.
Nachdem alle aktiven Teilnehmer diese Wertung gefahren hatten, habe auch
ich mir ein Herz gefasst und bin die Wertung gefahren, und ich kann nur
sagen, mit jeder weiteren Wertung hat es mehr Spaß gemacht.
Im Laufe des Tages gesellten sich auch die, ich sage mal passiven
Teilnehmer, zu uns, die uns mit Rat und Tat zur Seite standen.
Wir haben dann also von den 8 möglichen Wertungen 5 durchfahren, von Mal
zu Mal wurden wir besser und es machte auch von Mal zu Mal mehr Spaß.
Zwei unserer Soris haben sich während der Wertungen festgefahren und
wurden von den Gastgebern mittels schweren Geräts aus dieser hilflosen
Situation befreit. Aber wie gesagt, ohne Schaden anzunehmen, denn wir
waren nur auf losem Sand unterwegs.
In der Mittagspause hatten wir Gelegenheit, den Offroad-Spezialisten des
ORC zuzusehen, was alles geht, wenn man den dazugehörigen Mut hat und
die entsprechenden Gefährte (siehe Bilder Renegade und Suzuki).
Unser wahnsinniger Pistenerklimmerer Nico hat sich natürlich anstecken
lassen und hat sich gedacht, was die können, kann ich auch.
Ich habe dann versucht, Ihn bei seinen waghalsigen Einlagen zu
fotografieren, wobei beim letzten Versuch von Ihm sein Webbi-Grill mir
unwahrscheinlich nahe kam und ich nur noch zur Seite springen konnte und
den Auslöser leider zum falschen Zeitpunkt mit dem verkehrtem Ziel
(weglaufende Beine) drückte. Dieser Verrückte hatte es tatsächlich
geschafft, einen Steilhang von ca. 5m Höhenunterschied auf 3m Länge
hinauf zu pesen und oben noch einen leichten Sprung hinzulegen. Leider
ist das auf den Bildern nicht so gut zu sehen, da wäre ein Video
vielleicht besser gewesen. Aber trotzdem HUT AB VOR NICO.
Zwischenzeitlich haben wir immer mal eine Gedenkminute eingelegt für
Lukarre, dem dieses Events genau nach dem Kragen gepasst hätte.
Schade dass Du nicht dabei warst.
So kurz vor Sonnenuntergang haben wir uns dann wieder zur Halle des ORC
begeben, wo dann bald die Siegerehrung stattfinden sollte.
Da dies noch ca. 1 Stunde dauern sollte, sind wir auf die Idee gekommen,
die Zeit sinnvoll zu nutzen und unsere Soris schon mal teilweise etwas
zu entlasten und den Sand aus Geilenkirchen zu entfernen. Leider hatten
wir nicht mehr dran gedacht, dass wir Feiertag hatten und zwei
angefahrene Waschplätze leider zu hatten.
Wir also zurück nach Geilenkirchen, wo dann die Siegerehrung stattfand.
Insgesamt waren 69 Teilnehmer in 5 verschiedenen Klassen
dabei.
In unserer Klasse, den Serienfahrzeugen waren 18
Teilnehmer, wobei wir die Plätze 13 bis 17 innehatten und
zwar folgender maßen:
Platz 17 Schmusi
Platz 16 Karlipe
Platz 15 DanyNico
Platz 14 xurf4xs (Ferry, der Internationale)
Platz 13 Frank1965
…. Alle anderen Plätze interessieren nicht, da es keine
Soris waren, obwohl der Veranstalter meinte, aufgrund der
Tatsache, dass wir 3 Wertungen ausgelassen hatten
(aufgrund Trödelei unsererseits) und wir damit alleine
schon 2700 Strafpunkte eingeheimst hatten und ich als
bestes Ergebnis 3741 Punkte hatte minus 2700 Punkte, das
wären dann 1041 plus durchschnittlich 450 Punkte für die
nicht gefahrenen Wertungen also theoretisch 1491 Punkte;
und der fünfte Platz hatte 1541 Punkte; dann wären wir
also in die Pokalränge Hineingefahren. Aber es war halt
nicht so, und wie schon mal am Anfang gesagt, es war Just
For Fun und mal sehen was geht.
Nach der Siegerehrung haben wir uns von den Veranstaltern
verabschiedet, die nochmals Ihre Anerkennung an unseren
Tatendrang bekräftigt haben und dem Sori „Zitat“ nun nicht
mehr anlächeln, als was wollen die denn hier, sondern
vollstens anerkennen als Sand- und Offroadtauglich. Ein
besseres Kompliment konnte uns nicht widerfahren.
Denn diese Worte, ich sage mal von diesen wirklichen
Offroad-Profis , wie wir es hier sagen, ging runter wie
warme Semmeln.
Denn die anderen Serienfahrzeuge waren Pajeros, Terranos,
Outlander, und Cherokees.
Keine M-Klassen, Touaregs, X5, und Terracans oder wie sie
sonst noch heißen.
Nachdem wir Geilenkirchen verlassen hatten, natürlich mit
dem Hinweis des Veranstalters, dass wir immer wieder
willkommen sind, haben wir uns in einem nahe gelegenen
Restaurant niedergelassen, um den Tag bei einem
vernünftigem Essen und dem dazugehörigem Gerstensaft noch
mal Revue passieren zu lassen.
Nico hatte es sich nicht nehmen lassen, für den
erfolgreichsten Teilnehmer des 1. Internationalen
Offroad-Trial-Tages einen Gutschein für einen Pistentag in
seiner Skihalle zu spendieren.
Da ich dieser gewesen wäre, und ich lieber auf meinen
eigenen zwei Beinen stehe und auch noch mit zu den
Organisatoren des Tages gezählt habe, habe ich auf den
Preis verzichtet und diesen dann an Ferry, als zweiten
erfolgreichsten Teilnehmer und dazu noch dem mit der
weitesten Anfahrt, weitergegeben.
NOCHMALS HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH FERRY
Nachdem wir uns dann spätabends verabschiedet haben, haben
wir die Heimreise angetreten, wobei Ferry die Nacht noch
bei uns verbracht hat, aufgrund der weiten Heimreise.
Am nächsten Morgen haben Ferrry und ich das Treffen
weitergeführt, indem wir unsere Soris nach dem ausgiebigen
Frühstück von der oberflächlichen Dreckkruste befreit
haben. Nico hatte sich auch noch dabei gesellt, sodass an
einem heiligen Sonntagmorgen der Hochdruckreiniger 3
Stunden in einer kleinen Siedlung durchgelaufen ist.
Aber keine Bange, die Nachbarn sprechen noch mit mir, denn
auch sie hatten Mitleid mit unseren Ausgesauten Sorentos.
Nachdem auf der Strasse auch wieder der schwarze Teerbelag
zu sehen war, haben wir noch etwas beisammen gesessen und
so unser Treffen ausklingen lassen.
Für uns Teilnehmern steht fest, es war ein
phantastisches Event, was sicherlich wiederholt wird, und
auch von den nichtaktiven Teilnehmern ist die Bereitschaft
signalisiert worden, das Sie beim nächsten Mal aktiv dabei
sein möchten.
Unser Dank gilt nochmals dem ORC-Grenzland für seine
Gastfreundschaft und die tatkräftige Unterstützung.
So, ich hoffe, der Bericht ist nicht zu lang, bzw.
langweilig geworden, aber es fielen mir immer neue
erwähnenswerte Aktionen ein, und hoffe, er gefällt Euch.
Hier noch einige Zitate aus dem Forum die ich aufgesammelt
habe, und die uns zeigen, es hat gefallen und Spaß
gemacht:
Wenn wir Offroad fahren möchten, dann gerne wieder in
Geilenkirchen. Das ist ja ein geilen Offroad Strecke.
Das schöne dran ist das alles Sand ist. Das heist, man
kann kaum die Auto's kaput fahren. Besser als in
Eisenberg mit Steinen und so!
Meinen Leuten und mir hat es sehr gut gefallen, wir
waren zum erstenmal bei solch einer Veranstaltun und
selbst kann ich ja nicht viel berichten da ich ja nur
Zuschauer war
War ein toller Tag, mit anspruchsvoll abgesteckten
Trials (8), da war für jeden was dabei.
Für die Hardcore-Offroader gab es an gekennzechneten
Abzweigern richtig harte Streckenteile.
Wir haben uns alle wacker geschlagen.
Die Besten von uns haben immerhin Trials unter die Räder
genommen und auch gemeistert.
Hut ab vor Frank (Tagsbester Sori-Fahrer), Ferry und
Nico!
Dank den Streckenposten, die uns Neulingen mit Rat und
Tat zur Seite gestanden haben.
Es war ein megageiler Tag und einfach super das so viele
Sori-Eigner für tolle Stimmung gesorgt haben.
Zeitgleich gibt es aber auch 100 Punkte für Dich
Karl. Ich glaube du hast von uns allen die Torstangen
mit der höchsten Geschwindigkeit umgefahren.
Dem Schlamm haben wir gesagt, er soll sich nicht zu
sicher fühlen in seinem Bett, es wäre nur eine Frage der
Zeit, bis Du mal nach Geilenkirchen kämst um ihn mal so
richtig durch zu wühlen.
Alle die nicht da waren haben was verpasst. 8
Strecken für alle Ansprüche auf autofreundlichem
Sandboden. Leider bin ich nicht gefahren, sondern habe
nur zugeschaut. Aber hat sich gelohnt. Die Sorentos und
Ihre Fahrer/innen haben durchweg eine gute Figur
abgegeben. Sogar von den eingefleischten Off-Roadern die
an diesem Tag ebenfalls das Gelände bevölkert haben
wurde Respekt gezollt, was der Wagen alles kann.
Beim nächsten Mal bin ich auch aktiv dabei, das kann
ich euch versprechen.
|